Die Oldtimer-Segelyacht Zaca, die in den fünfziger Jahren dem Schauspieler Errol Flynn gehörte, hat im vergangenen Jahr wieder im Real Club Náutico (RCNP) von Palma angelegt, der vor etwa einem halben Jahrhundert ihr Basis hafen war.
Errol Flynn, australischer Schauspieler, der durch Filme wie „Robin Hood“ (1939) und „Sein letztes Kommando“ (1941) bekannt wurde, lebte mit seiner Frau Patrice Wymore, ebenfalls Schauspielerin, von 1955 bis 1959 in einem Haus in Cas Català, das als „Es Molí“ bekannt ist. Während dieser Zeit lag auch die Zaca fest im RCNP.
Seine spektakuläre Yacht Zaca, einSchoner von 43 Meter Länge, war für den berühmten Schauspieler immer ein Ort des Rückzugs. Ältere Clubmitglieder und Nachkommen der Crew erinnern sich noch an die Yacht und ihren berühmten Eigner.
Flynn mischte sich damals ohne Vorbehalte unter die Mallorquiner. Ventura Sala, Sohn einer der Kapitäne der Zaca, erzählte vor einigen Jahren, es sei nicht seltsam gewesen, Flynn „in kurzen und kaputten Hosen auf dem Borne beim Frühstück“ vorzufinden, als sei er einer von ihnen.
Flynn kam 1950 zumersten Mal nach Mallorca. Er und Patricia Wymore hatten kurz zuvor in Montecarlo geheiratet und er war auf dem Weg nach Gibraltar. Einheftiger Sturm zwang ihn, von seiner Route abzuweichen und in Pollença Schutz zusuchen. Die Schönheit der Nordküste der Insel nahm ihn sofort gefangen. Von diesem Moment an besuchte er den Yachthafen von Palma regelmäßig, bis er sich Mitte der fünfzigerJahre fest hier niederließ.
Durch Errol Flynn angeregt, besuchten auch Berühmtheiten wie Orson Welles, Johnny Weissmüller und Ava Gardner Mallorca.
Nach FlynnsTod 1959 durchlebte die Zaca einige Abenteuer und war kurz davor, verwahrlost zu sinken. 1993 erschien sie erneut in Monaco. Seither sieht man sie vorwiegend an der Côte d'Azur und an der italienischenKüste. Ihr heutiger Besitzerist der italienische Geschäftsmann Roberto Memmo.
Während ihrer bewegten Vergangenheit war die Zaca zum Beispiel Patroullienboot in der Bucht von San Francisco; in den dreißigerJahren diente sie einer Gruppe Wissenschaftlern, die mit ihr zwei Mal um den Globus segelten und dabei über 2000 Arten entdeckten. Orson Welles verwendete sie in seinem Film „die Lady von Shanghai“.


