Die neue Verordnung ist das Ergebnis einer Anfrage der Spanischen Vereinigung der Superyachten (AEGY), die im vergangenen Monat bei einem Treffen mit dem Generaldirektor der Balearenhäfen, Antonio Deudero, vorgelegt wurde. Die AEGY hofft, dass diese neue Chartererlaubnis für Nicht-EU-Schiffe die Balearen "zu einer Referenz in der Nautikindustrie Spaniens" macht und zwar auf der gleichen Ebene der Länder, die bereits über solch eine Regelung verfügen, wie zum Beispiel Frankreich und Italien.
Selbstverständlich und um Beschwerden von spanischen Charterschiffen oder die aus einem anderen EU-Land zu vermeiden, müssen die Nicht-EU-Schiffe die gleichen Anforderungen wie die hiesigen erfüllen, außerdem weitere spezifische. Diese bestehen darin, dass die Schiffe den Steuerverpflichtungen (Mehrwertsteuer und Zulassungssteuer) nachkommen, länger als 14 Meter sein müssen und letztlich, dass es keine ähnlichen Schiffen gibt, die die Nachfrage befriedigen können, wie es häufig der Fall bei Superyachten ist.
Zusätzlich zu diesen Anforderungen muss ein spezielles Dokument bei der Verwaltung für Häfen und Flughäfen mit einer ausdrücklichen Genehmigung beantragt werden, die anschließend noch durch die Hafenmeisterei freigegeben werden muss. Die AEGY begrüßt und schätzt das neue Engagement seitens der Hafen- und Flughafenverwaltung als Stärkung dieses wichtigen Wirtschaftszweiges und betont "die Bedeutungm der des öffentliche und der private Sektors Hand in Hand in der gleichen Richtung zusammenzuarbeiten sollte".—
1.300 METER MEGAYACHTEN IM CLUB DE MAR
Der Club de Mar Mallorca konzentrierte an seinen Docks in diesem Sommer eine Flotte von 19 Superyachten, die an-einandergereiht eine Länge von 1.300 Meter ergeben hätten. Das größte Schiff unter dieser Ansammlung spektakulärer Megayachten war die "Lady Moura", die seit vielen Jahren ihren Heimathafen in Palma hat und mit ihren 105 Metern Länge eines der größten und luxuriösesten Privatboote weltweit ist. Zu der in der deutschen Blohm & Voss-Werft gebauten Yacht gesellten sich weitere Riesenschiffe wie die "Limitless" und die "Athena", Yachten mit jeweils 96 bzw. 90 Metern Länge. Die Einzigartigste unter ihnen war jedoch die "Artic P." des australischen Telekommunikationsmagnaten Kerry Packer. Die "Arctic P." wurde im Jahre 1969 in den Werften der deutschen F. Schicha GmbH als Eisbrecher gebaut und im Jahr 1994 in eine private Luxusyacht jenseits aller Konventionen und den stereotypischen Merkmale einer Sportyacht umgewandelt, da ihr äußeres Erscheinungsbild und ihr harter Stahlrumpf nach wie vor an den eigentlichen Zweck erinnern, für den das Schiff konzipiert wurde.


